Fleisch
Selbstversorgung.
Einige unserer Tiere werden zu Fleisch für unseren Haushalt verarbeitet.
Warum es dazu kommt.
Wer züchtet, hat mehr Ferkel als Zuchttiere. Nicht jedes Tier bringt die Merkmale mit, die es für die Zucht braucht, und nicht für jedes findet sich ein Platz, der passt. Diese Tiere bleiben bei uns.
Sie leben dann zwei Jahre mit der Herde auf der Weide, grasen und bekommen im Winter Heu und Sammelgüter wie Eicheln, Kastanien, Lageräpfel, Hagebutten und Ähnliches. Wir möchten unseren Tieren ein so artgerechtes Leben wie möglich bieten, bevor sie dann auf die Metzg gehen. Dahinter können wir stehen.
Das Fleisch.
Kune-Kune-Fleisch ist ausgesprochen schmackhaft. Es hat einen im Vergleich zu üblichen Mastrassen hohen intramuskulären Fettanteil und bleibt beim Garen saftig.
Wir haben unser Fleisch nebst dem Geniessen der einzelnen Fleischstücke bisher zu Würsten aller Art, zu Fleischkäse und zu Räucherwaren verarbeiten lassen und geniessen und schätzen die vielfältigen Delikatessen sehr.
Das Fleisch dient ausschliesslich der Selbstversorgung.
Hoftötung statt Schlachthof.
Uns ist wichtig, wie es unseren Tieren geht, und das schliesst den letzten Tag ein. Deshalb bringen wir sie nicht zu einem Schlachthof. Wir haben beim Kanton eine Bewilligung für die Hoftötung eingeholt. Die Tiere sterben bei uns auf dem Hof, in ihrer gewohnten Umgebung, ohne Transport und stressfrei beim Fressen.
Hof- und Weidetötung sind in der Schweiz seit Juli 2020 zulässig. Es braucht mehrere begleitete Tötungen unter Aufsicht des Veterinäramts, ist mit hohen Kosten verbunden, und es müssen Partner für Hoftötung und Schlachtbetrieb gefunden werden.
Nach der eigentlichen Tötung wird das Tier in den Schlachthof gebracht für die Verarbeitung. Deshalb heisst es Hoftötung und nicht Hofschlachtung.
Die Hoftötungstage sind für uns nicht einfach. Wir lieben unsere Tiere. Aber solange wir Fleisch essen, ist es für uns die konsequenteste und stimmigste Art und Weise.
